Lieferengpass bei Frisium (Clobazam)

Seit einiger Zeit besteht ein Lieferengpass bei dem Präparat Frisium (Clobazam). Die Herstellerfirma beliefert daher derzeit Großhändler gar nicht oder nur sehr eingeschränkt mit diesem Präparat. Vielfache Patientenrückfragen zeigen, dass öffentliche Apotheken offenbar nur unzureichend informiert sind, wie sie Patienten, die aufgrund ihrer Epilepsie auf eine kontinuierliche Versorgung mit Frisium zwingend angewiesen sind, versorgen können.

Fa. Sanofi teilt mit, dass bei Vorlage eines Rezeptes und der Diagnose einer Epilepsie eine direkte Bestellung von Frisium bei Sanofi erfolgen kann (Tel. 0800 – 5252 010).  Das Präparat wird dann über einen Großhändler, mit dem der jeweilige Apotheker zusammenarbeitet, ausgeliefert. Dies soll eine priorisierte Versorgung von Epilepsiepatienten sicherstellen.

Der Lieferengpass hat bei Patienten mit Epilepsien bereits zu schwersten Komplikationen bis hin zum Status epilepticus geführt. Die Deutsche Gesellschaft für Epileptologie betrachtet die Informationspolitik von Sanofi als unzureichend hinsichtlich a) der Information von Apothekern über den Zugangsweg, b) der Information von Krankenhausapotheken, c) der Information des BfArM über den weiter bestehenden Engpass sowie der Öffentlichkeit über die Hintergründe des Engpassess und etwaiger Maßnahmen, diesen Engpass zu beheben. Die DGfE hat diese Einschätzung dem BfArM mitgeteilt.